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Meldung vom 02. April 2025

Fachtagung zur Gesundheit ohne Hindernisse

Bereits zum fünften Mal hat am Donnerstag, 27. März 2025, die Fachtagung „Free as a bird“ im Stadtteilzentrum H2Ö stattgefunden. Der thematische Schwerpunkt lag in diesem Jahr bei der Gesundheitsversorgung von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen. Rund 50 Personen nahmen an der Kooperationsveranstaltung vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt, dem Inklusionsbüro und dem Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne teil.

Besonders unterstützt wurde die Fachtagung durch die Moderatorin Claudia Krieger und die Gebärdensprachdolmetscherin Erika Schäfer. Dezernentin Stephanie Jordan eröffnete die Veranstaltung und betonte in ihrem Grußwort: „Gesundheit ist ein Menschenrecht, doch der Zugang zu einer angemessenen, bedarfsgerechten und barrierefreien medizinischen Versorgung ist für viele Menschen mit Beeinträchtigungen nach wie vor nicht selbstverständlich.“ Bürgermeisterin Andrea Oehler schloss sich ihrer Vorrednerin an und machte auf die doppelte Benachteiligung von Frauen mit Beeinträchtigungen, aufgrund ihrer Behinderung und ihres Geschlechts, aufmerksam.

Den ersten Fachvortrag hielt Dr. Monika Rosenbaum vom NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW. Sie stellte die Missstände in der gynäkologischen Versorgung von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen heraus. Praxen seien häufig nicht barrierefrei und es mangele an externer Überprüfung. Rosenbaum plädierte für eine systematische und flächendeckende Erfassung des Status quo in der Regelversorgung und für Angebote zur barrierefreien Kommunikation. Sie betonte, dass jedes Mädchen und jede Frau ein Recht auf eine barrierefreie, kompetente und respektvolle gynäkologische Versorgung haben.

Im Anschluss stellten Wibke Roth und Andreas Heither von der Koordinierungsstelle der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL.NRW) ihr Praxishandbuch „Vielfalt Pflegen #4“ vor, das Pflegepersonal praktische Hilfestellungen im Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen an die Hand gibt. Pfleger*innen seien für Patient*innen oftmals Vertrauens- und Ansprechperson zugleich und damit Schlüsselfiguren für ein inklusives Gesundheitssystem.

Im letzten Fachvortrag präsentierte Rebecca Lätzsch von der Universität Bielefeld das Forschungsprojekt „Optimierte Kommunikation bei der medizinischen Versorgung von Menschen mit leichtgradigen kognitiven Beeinträchtigungen und/oder Sprach(entwicklungs)-störungen“, kurz OptiKomm. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung und Teilhabe von Menschen mit kognitiven und/oder sprachlichen Beeinträchtigungen. Ein Baustein ist die Entwicklung eines Online-Schulungsprogramms für medizinisches Fachpersonal. Lätzsch lud alle Interessierten dazu ein, die entwickelte Online-Schulung im Praxistest zu erproben und zu evaluieren.

In der abschließenden Podiumsdiskussion teilten Miriana Palermo vom Inklusionsbüro der Stadt Herne und die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Melanie Kampa ihre persönlichen Erfahrungen als Frauen mit Behinderungen. Problematisiert wurden unter anderem die fehlende räumliche Barrierefreiheit und die Akzeptanz von Blindenführhunden. Im Fokus stand auch die Bedeutung von Aufklärungsarbeit und Kommunikation auf Augenhöhe. Menschen sollten nicht auf ihre Behinderung reduziert werden, sondern als Individuen mit vielseitigen Bedürfnissen behandelt werden.

Details der Meldungen
2017-04-26