Jürgen Paas kommt mit der Ausstellung „Dancefloor“ nach Herne. Diese ist vom 16. März bis zum 27. April 2025 in den Flottmann-Hallen, Straße des Bohrhammers 5, Herne, zu sehen. Der Eintritt ist frei.
„Kaufen und haben wollen, das kennen wir von Kunstwerken. Hier in den Flottmann-Hallen können Besucherinnen und Besucher die Kunst ‚besitzen‘, im wahrsten Sinne des Wortes“, sagt Jürgen Paas beim Gespräch in den Flottmann-Hallen. Er bezieht sich damit auf eine Reihe seiner Kunstwerke, die er in den Flottmann-Hallen ausstellt, großflächige rote, dicke Matten auf Rollwagen montiert. „Darauf können etwa Schulklassen ausspannen, wenn sie meine Ausstellung hier besuchen“, erläutert Paas. „Somit können sie meine Werke ‚besitzen‘“.
An den Wänden hängen Werke, die an Tapeten und Kunstwerke aus den siebziger Jahren erinnern. Kreise und gestreifte Quadrate in allen möglichen Farben. Eine Installation mehrerer Kreise trägt den Namen „Target Wall“. Die große Bodenarbeit mit über sechs Metern Durchmesser ist der Namensgeber der Ausstellung. Es ist der ‚Dancefloor‘. Alle Objekte sind aus schmalen Kunststoffbändern geformt, die in der Möbelfertigung verwendet werden. Für „Dancefloor“ verarbeitete der Künstler 15 Kilometer des Materials.
Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei. „Die Vernissage am Sonntag, 16. März 2025, um 11 Uhr, wird ergänzt durch eine Aufführung des Theaters der Klänge aus Düsseldorf. Gezeigt werden Ausschnitte aus‚ TRIAS – Das triadische Ballett‘, einer zeitgenössischen Interpretation des Balletts von Oskar Schlemmer“, erläutert Katrin Lieske, Programmleitung Bildende Kunst, in den Flottmann-Hallen. Die in Schlemmers Ästhetik entworfenen Figurinen (Kostüm- oder Modeentwurf) werden inmitten der Werke von Jürgen Paas von zwei Tänzerinnen zu neuem Leben erweckt.
Jürgen Paas, geboren 1958 in Krefeld, hat an angesehenen Institutionen wie der Hochschule Essen und der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris studiert. Seine umfangreiche Lehrtätigkeit umfasst Positionen an der Universität Dortmund sowie der Universität zu Köln. Paas ist Mitglied im Deutschen und im Westdeutschen Künstlerbund und wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet.
Für weitere Informationen steht die Homepage des Künstlers zur Verfügung: http://juergen-paas.de/ .