Lärmkartierung und Lärmaktionsplan

Autos auf der Straße

Die Stadt Herne stellt einen Lärmaktionsplan auf. Mit diesem Plan sollen langfristige strategische Maßnahmen festgelegt werden, um die Lärmbelastung im Bereich sogenannter "Hotspots" für die Bevölkerung in Herne zu senken. Vom 23. Januar bis zum 27. Februar 2017 hatten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, aktiv am Lärmaktionsplan mitzuwirken.

Alle eingegangenen Hinweise und Vorschläge werden nun auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und fließen in den Entwurf des Lärmaktionsplans ein, der vom Rat der Stadt Herne beschlossen werden soll.

Unter http://lap-herne.bbwgmbh.de/ können Sie sich auch weiterhin über Lärmquellen und Lärmschwerpunkte in der Stadt informieren.

Wir bedanken uns für die zahlreichen Beiträge!

Zum Hintergrund:
Um die Menschen vor den schädlichen Auswirkungen des Lärms zu schützen, wurde am 25. Juni 2002 die Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (Umgebungslärmrichtlinie) erlassen.

Ziel der EU-Umgebungslärmrichtlinie ist es, durch ein gemeinsames Konzept in allen Mitgliedsstaaten der EU Lärmproblemen und Lärmauswirkungen vorzubeugen, sie zu reduzieren oder ganz zu verhindern.

Was ist Umgebungslärm?
„Umgebungslärm“ sind belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien, die durch Aktivitäten von Menschen verursacht werden.

Die EU-Umgebungslärmrichtlinie zählt darunter Lärm, der durch Straßenverkehr, Eisenbahnverkehr und Flugverkehr verursacht wird. Dazu zählt auch Lärm, der von Industrieanlagen ausgeht.

Nicht zum Umgebungslärm zählt Lärm, der von der davon betroffenen Person selbst verursacht wird oder der durch Tätigkeiten innerhalb von Wohnungen entsteht. Nachbarschaftslärm (private Feste, Musik, Singen et cetera), Lärm am Arbeitsplatz, in Verkehrsmitteln oder Lärm, der auf militärische Tätigkeiten in militärischen Gebieten zurückzuführen ist fällt ebenfalls nicht unter den Begriff „Umgebungslärm“.

Die Lärmkartierung
Die EU-Umgebungslärmrichtlinie regelt unter anderem die Aufstellung von strategischen Lärmkarten. Die Lärmkarten zeigen getrennt für die verschiedenen Lärmarten (Straße, Schiene, Luftverkehr, Industrie) anhand von farblich unterschiedenen Flächen, den sogenannten Isophonen, die Höhe der Lärmbelastung.

Die Lärmkarten werden für zwei unterschiedliche Zeiträume berechnet:

  • den gesamten Tag (0 bis 24 Uhr) als Kenngröße für Lärmbelästigungen
  • die Nacht (22 bis 6 Uhr) als Kenngröße für Schlafstörungen

Die Lärmkarten für die Stadt Herne wurden im Dezember 2015 fertig gestellt und können im Umgebungslärmportal des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW eingesehen werden.

Die Lärmkartierung bildet die Grundlage für die Lärmaktionsplanung. Anhand der Lärmkarten werden die Zahl der von Lärm betroffenen Bewohner berechnet und Belastungsschwerpunkte, sogenannte „Hot-Spots“, für die Lärmaktionsplanung identifiziert.

Die Lärmaktionsplanung
Auf Grundlage der Lärmkarten und den dort identifizierten Belastungsschwerpunkten wird ein Lärmaktionsplan entwickelt. Ziel der Lärmaktionsplanung ist es, die Lärmbelastung im Stadtgebiet von Herne zu reduzieren und die Herner Bürgerinnen und Bürger vor den schädlichen Auswirkungen von Umgebungslärm zu schützen. Darüber hinaus sollen ruhige Gebiete vor einer Zunahme des Lärms geschützt werden.

Um dies zu erreichen werden im Lärmaktionsplan unter Mitwirkung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger Maßnahmen zur Lärmminderung entwickelt. Dies können bauliche, organisatorische und planerische Maßnahmen sein. Der endgültige Lärmaktionsplan wird vom Rat der Stadt Herne beschlossen.

Sie haben noch Fragen oder wünschen weitere Informationen zur Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung? Dann rufen Sie uns doch einfach an oder schicken uns eine E-Mail!

Dana Jakert
Telefon: 0 23 23 / 16 - 21 83
E-Mail: dana.jakert@herne.de

Stadt Herne
Fachbereich Tiefbau und Verkehr
Freiligrathstraße 12
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E-Mail: tiefbauamt@herne.de