Städtepartnerschaften

Hénin-Beaumont

Hénin-Beaumont

Hénin-Beaumont bietet das typische Bild einer französischen Kleinstadt: Alte Häuser mit renovierten Fassaden stehen neben modernen Gebäuden. Das 27.000 Einwohner zählende Hénin-Beaumont ist das größte Ballungsgebiet des Département Pas de Calais. Die Freundschaft zwischen den Städten begann mit einer Katastrophe: einem Grubenunglück.

Am 10. März 1906 ereignete sich im französischen Département Pas de Calais das bis dahin größte Grubenunglück der Welt, bei dem über 1.000 französische Bergleute ihr Leben verloren. Eine Rettungsmannschaft der Herner Zeche Shamrock und der Gelsenkirchener Zeche Rheinelbe brach schon am nächsten Tag auf, um zu helfen. Noch drei Wochen nach der "Katastrophe von Courrières" - so benannt nach dem Heimatort der Zechengesellschaft - konnten 13 französische Bergleute lebend gerettet werden. In einer Zeit, als es zwischen den "Erzfeinden" Deutschland und Frankreich nicht gerade harmonisch zuging, setzte diese spontane Aktion ein deutliches Zeichen für die Völkerverständigung. Nach dem 2. Weltkrieg kam noch ein weiteres Kapitel hinzu. Geschrieben von den Verantwortlichen in Herne, die sich um eine Partnerschaft zu den im Pas de Calais gelegenen Städten Lens, Billy-Montigny und besonders zu Hénin bemühten. 1954 wurde die Partnerschaft zwischen Herne und Hénin-Liétard besiegelt. Beaumont kam 1971 im Zuge der französischen Gebietsreform hinzu.

Was heute selbstverständlich ist - Mitte der 50er Jahre war es ein Novum. Herne spielte eine Vorreiterrolle in der Versöhnung zwischen Deutschen und Franzosen und wurde dafür 1967 mit der Aristide-Briand-Medaille ausgezeichnet.

Zeugen der Vergangenheit

Hénin-Beaumont bietet das typische Bild einer französischen Kleinstadt, die von den Weltkriegen verschont blieb: Alte Häuser mit renovierten Fassaden stehen neben modernen Gebäuden. Das Renaissance-Rathaus, die neubyzanthinische Kirche und drei weitere katholische Kirchen prägen das Stadtbild. Das 27.000 Einwohner zählende Hénin-Beaumont ist das größte Ballungsgebiet des Département Pas de Calais. Die Stadt ist auch Amtssitz des Bezirks Hénin-Carvin, der 14 Ortschaften mit 140.000 Einwohnern zusammenfasst.

Wakefield

Wakefield

Die Partnerschaft zwischen dem 40.000 Einwohner zählenden Castleford und Herne wurde am 8. Mai 1956 besiegelt. Nach einer Gebietsreform gehörte Castleford später dem Wakefield Metropolitan District Council in Yorkshire an. Sodann galt: Herne und Wakefield sind Partner. Der District zählt rund 317.000 Einwohner.

Das rund 40.000 Einwohner zählende Castleford lebte wie Herne vor allem vom Steinkohlebergbau. Nach mehreren, insbesondere durch Englischschüler und -lehrer angebahnte Kontakte wurde die Partnerschaft mit Herne am 8. Mai 1956 endgültig besiegelt. Doch nach einer Gebietsreform im Jahre 1974 kam Castleford zum Wakefield Metropolitan District Council im mittelenglischen Yorkshire. Um ein Beziehungswirrwarr zu vermeiden, weil ja auch Wanne-Eickel und Herne eine Städte-Ehe eingingen, galt dann: Herne und der "Bezirk" Wakefield sind hinfort Partner. Der gesamte "District" mit den 13 bis dahin selbständigen Gemeinden zählt 317.000 Einwohner.

Verwaltungszentrum des Bezirks ist die City of Wakefield, Industriestadt und Handelszentrum mit rund 60.000 Einwohnern. Schon 1086 im Grundbuch von England erwähnt, fand Wakefield durch die Rosenkriege (eine Rose zierte das Wappen der sich bekämpfenden Parteien) seinen Eingang in das Buch der Geschichte. Richard, Duke of York, hatte sich bei Sandal Castle südlich von Wakefield verschanzt. Doch seinen Versuch, den König aus dem Hause Lancaster zu stürzen, bezahlte der rebellische Herzog mit dem Tod. 1645 belagerten Cromwells Streitkräfte das Schloss in Sandal Castle. Auch Robin Hood räuberte in Wakefield, wie Gerichtsakten beweisen.

Die Altstadt liegt auf einem Hügel, von dem aus man den Calder River überblickt. Der 500 Jahre alte Spitzturm der Cathedral of All Saints, der höchste in Yorkshire, beherrscht die Skyline. Wakefields beeindruckendes Architekturerbe schließt auch die St. Mary's Chantry Chapel aus dem 14. Jahrhundert ein, gebaut an der alten Wakefieldbrücke, die Stadthalle und das Theatre Royal & Opera House. Von der Kathedrale führt die Fußgängerzone zum modernen überdachten Ridings Shopping Centre.

Ometepe

Insel Ometepe

Die Insel Ometepe im Nicaraguasee besteht im Prinzip aus den zwei Vulkanen Concepción und Maderas. Sie verleihen dem Eiland die Form einer Acht. Auf Ometepe wohnen etwa 30.000 Einwohner, die sich auf die Gemeinden Moyogalpa und Altagracia verteilen. Der Partnerschaftsvertrag wurde am 24. Mai 1988 unterzeichnet.

Die Insel Ometepe im Nicaraguasee besteht im Prinzip aus den zwei Vulkanen Concepción (1.610 Meter) und Maderas (1.304 Meter), die dem Eiland die Form einer Acht verleihen. Wer von San Jorge aus übersetzt, erkennt schon von weitem den Concepción an seiner Kegelform und an dem Wolkenhäubchen, das darüberhängt. Der kleinere Maderas ist hingegen nach unten abgestumpft. Der See schneidet wunderschöne Buchten in die Insel. In der Nähe von Moyogalpa reicht eine baumbestandene Landzunge weit in den See hinein. Der graubraune Lavasand ist mit Splittern von Muschelschalen durchsetzt, die in der Sonne blinken.

Wenn das Schiff angelegt hat, bietet sich dem Besucher ein malerisches Bild: Fischer gestikulieren in ihren Booten, am Strand weiden Pferde, Maultiere und Zebus.

Als der Rat der Stadt Herne am 12. Mai 1987 die Städtepartnerschaft mit Ometepe beschloss, orientierte er sich allerdings nicht an diesem Bild: Von "besonderer Art" solle sie sein, die freundschaftliche Verbindung, den spezifischen Bedürfnissen der Insel entsprechend. Der Schwerpunkt sollte auf konkreten Hilfsmaßnahmen liegen. Der 1986 gegründete Verein "Hermanidad - Städtepartnerschaft Ometepe-Herne" unterhielt schon seit einigen Jahren Kontakte nach Mittelamerika, hatte Hilfsmaßnahmen gestartet und die Herner in vielen Veranstaltungen über die dortige Situation informiert. Auf diese Erfahrungen konnte die Stadtverwaltung aufbauen. Vertreter aus beiden Kommunen unterzeichneten den Partnerschaftsvertrag am 24. Mai 1988.

Auf Ometepe wohnen etwa 30.000 Einwohner, die sich ungefähr zu gleichen Teilen auf die Gemeinden Moyogalpa und Altagracia verteilen. In den Hauptorten leben 3.000 bis 4.000 Menschen, der Rest der Bevölkerung in 25 Dörfern und Streusiedlungen.

Belgorod

Belgorod

Als die Stadt Herne am 19. Februar 1990 die Partnerschaft mit Belgorod schloss, knüpfte die Stadt erstmals freundschaftliche Bande mit einer Kommune Osteuropas. Belgorod hat über 300.000 Einwohner und liegt am Oberlauf des Donez, im Süden Russlands und 695 Kilometer von Moskau entfernt.

Als Herne am 19. Februar 1990 die Partnerschaft mit dem damals noch zur Sowjetunion gehörenden Belgorod schloss, knüpfte die Stadt erstmals freundschaftliche Bande mit einer Kommune Osteuropas. Von einem "neuen Kapitel im Buch unserer Städtepartnerschaften" sprach damals Hernes Oberbürgermeister Willi Pohlmann.

Belgorod liegt am Oberlauf des Donez, im Süden Russlands und 695 Kilometer von Moskau entfernt. Die Stadt auf dem "Weißen Berg" erhielt ihren Namen von den Kalk- und Kreidefelsen, an denen sie gebaut ist. Mehr als 300.000 Menschen bevölkern heute die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks an der Grenze zu Weißrussland und der Ukraine. Die Wurzeln der Metropole reichen bis auf ein Wehrdorf zurück, das gegen die Eroberer aus Asien errichtet wurde. Eine Festung bildete hier das militärische Zentrum des Erdwalls an der Südgrenze, an dem das Tatarenheer Dschinghis Khans aufgehalten wurde. Der Bau der Eisenbahnlinie Kursk-Charkow-Losowaja (1869) beflügelte dann auch die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt deutlich.

An vier Hochschulen studieren junge Frauen und Männer Pädagogik, Technologie, Wirtschaftswissenschaften und Landwirtschaft. Unter anderem gibt es auch eine Fachschule für Bau- und Industrietechnik sowie ein Musiktechnikum. Trotz Einführung von Studiengebühren erhöht sich die Zahl der Studierenden ständig.

Belgorod ist eine großflächige Stadt mit breit angelegten Straßen und Parks, die sich bis in die Innenstadt ziehen. Im Zentrum liegt der Platz der Revolution, umsäumt vom Dramatischen Theater, dem Hochzeitspalast, dem Hotel "Belgorod" und dem Gebäude der Gebietsverwaltung. Das Schepkin-Theater spielt sowohl europäische Klassiker als auch Stücke zeitgenössischer russischer Autoren. Für kulturelle Vielfalt sorgen außerdem die Staatsphilharmonie, ein bekanntes Puppentheater, das Volkskundemuseum, die Angebote in den Kulturpalästen sowie Chöre, Orchester und Volkstanzgruppen.

Eisleben

Eisleben

Mitten im Mansfelder Land liegt das tausendjährige Eisleben (25.000 Einwohner). Herne bemühte sich lange um eine partnerschaftliche Beziehung, wurde aber vom damaligen SED-Regime immer wieder abgewiesen. Der Vertrag wurde schließlich am 31. Oktober 1990 unterschrieben.

Lange vor der rasanten politischen Entwicklung in der ehemaligen DDR bemühte sich die Stadt Herne um partnerschaftliche Beziehungen zu Eisleben, wurde aber vom SED-gesteuerten Regime immer wieder abgewiesen. Unmittelbar nach der Wende ging alles sehr schnell, denn das Bedürfnis, sich näher zu kommen, war auf beiden Seiten groß. Unterschrieben wurde der Vertrag am 31. Oktober 1990, einige Wochen nach der Wiedervereinigung.

Von bizarrer Schönheit ist die Hügellandschaft der Mansfelder Mulde, geprägt von unzähligen kleinen und großen Halden, die von der Bergbautradition dieses seit 7.000 Jahren besiedelten Landes künden. Mitten im Mansfelder Land liegt das tausendjährige Eisleben. Die heute 25.000 Einwohner zählende Stadt in Sachsen-Anhalt wurde 994 zum ersten Mal in einer Urkunde als Marktsiedlung erwähnt.

800 Jahre lang lebten die Eisleber vom Kupferschieferbergbau. Von dieser Zeit des Wohlstandes zeugen noch einige stattliche Gebäude: vier große Kirchen zum Beispiel und zahlreiche historische Profanbauten, zwei gut erhaltene Schlösser der Grafen von Mansfeld, die Rathäuser der Alt- und Neustadt sowie viele sehenswerte Bürgerhäuser. Eines Tages zogen der Bergmann Hans Luther und seine Ehefrau Margarethe nach Eisleben - ein scheinbar unbedeutendes Ereignis. Doch ihr Sohn Martin, der hier 1483 geboren wurde und 1546 starb, gab der Stadt Bedeutung und den Beinamen Lutherstadt. Heute ziehen die Luthergedenkstätten Zehntausende von Touristen aus dem In- und Ausland an.

Luthers Geburtshaus brannte zwar 1689 aus, konnte aber kurz darauf originalgetreu wiederhergestellt werden. Seit 1817 ist es eine museale Gedenkstätte. Im Sterbehaus am Andreaskirchplatz erinnert an den Reformator einiges: das Bahrtuch, der Abguss der Totenmaske und ein Historienbild, das die letzten Stunden in seinem Leben schildert. Untergebracht ist in diesem historischen Gebäude auch das Heimatmuseum, zu dessen herausragenden Sehenswürdigkeiten bronzezeitlicher Goldschmuck aus einem Fürstengrab und ein Boot aus der gleichen Epoche zählen. In der Turmkapelle der Peterskirche wurde Luther am 11. November 1483 getauft. Auch die Pfarrkirche St. Annen mit der in Europa einmaligen "Steinbilderbibel" und das sich daran anschließende 1515 gegründete Augustiner-Kloster mit seinen fünf schönen altfränkischen Mönchskammergiebeln ist eng mit dem Wirken Martin Luthers verbunden.

Konin

Konin

Konin (rund 80.000 Einwohner) liegt in einer einzigartigen Kulturlandschaft. Polens Mitte lädt ein zu Spaziergängen durch historische Städte wie Posen, Thorn oder Warschau.

"Polen sind bei uns wahrlich keine Fremden", sagte Hernes damaliger Oberbürgermeister Willi Pohlmann bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages mit Konin am 8. Oktober 1991.

Polen sind bei uns wahrlich keine Fremden", sagte Hernes Oberbürgermeister Willi Pohlmann bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages mit Konin am 8. Oktober 1991. "Die große Anzahl polnischer Namen in unserer Stadt weist auf die Wurzeln eines Teiles unserer Bevölkerung im Osten Europas hin." Die Städtepartnerschaft zwischen Herne und Konin hatte übrigens einen besonderen Fürsprecher: Hénin-Beaumont nämlich, das schon seit langem freundschaftliche Beziehungen zu Konin unterhielt.

Konin liegt in einer einzigartigen Kulturlandschaft. Polens Mitte lädt ein zu Spaziergängen durch historische Städte wie Posen (100 Kilometer entfernt), Thorn oder Warschau. Doch auch die Wojewodschafts-Stadt mit ihren 81.000 Einwohnern hat ihre eigenen Reize. Besucher können sie nicht verfehlen: Konin liegt an der Warthe, an der internationalen Straße Nummer 2 und an einer wichtigen Eisenbahnlinie. Ans linke Ufer bettet sich die Altstadt, am rechten Ufer erstreckt sich ein neuer Stadtteil. Einige Kilometer weiter gelangt man in den Industriebereich mit dem Braunkohletageabbau, den Elektrizitätswerken und einer Aluminiumhütte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg trug der Braunkohleabbau zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Bald platzte das Städtchen aus allen Nähten, viele neue Siedlungen entstanden an der rechten Uferseite. Nach 1975 wurde Konin Provinzhauptstadt und ein wichtiges Verwaltungszentrum. Nördlich der Stadt erstreckt sich ein Seensystem, durch das ein Wasserweg die Warthe mit der Weichsel verbindet. Wer Erholung sucht oder Wassersport betreiben will, erreicht die dort entstandenen Freizeitanlagen in wenigen Autominuten.

Beşiktaş

Besiktas ( Istanbul / Türkei )

Beşiktaş ist ein Landkreis der türkischen Provinz Istanbul und gleichzeitig ein Stadtteil auf der europäischen Seite von Istanbul, direkt am Bosporus. Er hat rund 190.000 Einwohner und gliedert sich in 23 Stadtviertel.Die Region Istanbul erzeugt etwa 30 Prozent des gesamten Bruttoinlandprodukts der Türkei, die Arbeitslosigkeit liegt bei 10 Prozent.

Haben Sie noch Fragen zu unseren Städtepartnerschaften?

Der Fachbereich Rat und Bezirksvertretungen kann Ihnen weitere Informationen geben.

Dorothee Schmitz

Telefon: 0 23 23 / 16 26 64

Andreas Pohl

Telefon: 0 23 23 / 16 29 64

E-Mail: ratsangelegenheiten@herne.de

Weitere Informationen über die Städteparnterschaften finden Sie zudem beim Partnerschaftsverein .