Inklusionsplan Herne

Zettel an einer Pinwand

Der Rat der Stadt Herne hat am 6. Mai 2014 die Erarbeitung eines Inklusionsplans beschlossen. Ziel dieses Prozesses ist es, die Stadt Herne zu einer inklusiveren und teilhabefreundlicheren Stadt weiterzuentwickeln. Der Plan wurde unter breiter Mitwirkung von Mitarbeitenden in der Verwaltung und von Bürgerinnen und Bürgern erstellt: Rund 140 Personen brachten im Rahmen von themenbezogenen Arbeitskreisen (sog.Teilprojektgruppen) ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele in den Prozess ein. Ergänzend wurden seit Juni 2015 Daten der Routineberichterstattung ausgewertet. Es wurden eigene Erhebungen bei Menschen mit einer wesentlichen Behinderung, bei Angehörigen von Kindern mit sonderpädagogischem Förder-/Unterstützungsbedarf, den Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe sowie bei den Mitarbeitenden der Verwaltung durchgeführt. Das Projekt wurde von einer verwaltungsinternen Projektgruppe und einer übergreifenden Lenkungsgruppe begleitet. Extern unterstützt wurde die Stadt Herne durch das Sozialplanungsbüro transfer.

Startschuss fiel am 18. September 2015

Mit der Auftaktveranstaltung am Freitag, 18. September 2015, fiel der erfolgreiche Startschuss für den Inklusionsplan Herne: Das gleichberechtigte Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen, ist eine Aufgabe, die die ganze Stadtgesellschaft betrifft. Die Verwaltung setzt damit einen entsprechenden Auftrag des Rates der Stadt um.

Breite Beteiligung vieler Akteure

Die Herner Stadtverwaltung wollte von Beginn an die Menschen mit und ohne Behinderung, die Akteure der Behindertenhilfe, die Selbsthilfeverbände, die Wohnungsunternehmen, die Verkehrsbetriebe, die Politik und zahlreiche weitere Akteure sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in diesen Prozess einbinden. Sie alle haben ihn mitgestalten und -entwickeln können. In sieben themenbezogenen Teilprojektgruppen wurden von Oktober 2015 bis März 2016 die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung aufgenommen und mit allen Teilnehmenden weitere Wünsche, Ideen und Visionen für eine inklusive Stadt Herne erarbeitet. Die Beiträge in den Teilprojektgruppen bilden den Ausgangspunkt für die weitere Planung. Am Freitag, 15. April 2016, fand im Stadtteilzentrum Pluto die Abschlussveranstaltung statt, bei der alle Gruppen ihre Ergebnisse präsentierten.

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Erster Schritt zur inklusiven Stadt

Die Handlungsempfehlungen sind ebenso wie das Projekt der Erstellung des Inklusionsplans prozessbezogen zu verstehen. Viele Barrieren für Menschen mit Behinderungen können einfach und schnell beseitigt werden. Andere Problemlagen sind grundsätzlicher und komplexer Natur. Der Inklusionsplan mit den Ergebnissen und Handlungsempfehlungen stellt somit einen ersten Schritt auf dem Weg zu einer inklusiveren Stadt Herne dar, welcher auch zukünftig konsequent weiter gegangen werden muss.

Vom Rat der Stadt Herne wurde der „Inklusionsplan der Stadt Herne 2016“ am 29. November 2016 im Grundsatz beschlossen und soll künftig als Grundlage für die weitere Arbeit im Inklusionsplanprozess dienen.

Zur Inklusionsbeauftragten wurde Kerstin Fischer-Friedhoff aus dem Fachbereich Soziales ernannt. Unterstützt wird sie von ihren beiden Kolleginnen Marion Mielke und Bärbel Schulte.

Kerstin Fischer-Friedhoff
Telefon: 0 23 23 / 16 - 34 51

Bärbel Schulte
Telefon: 0 23 23 / 16 - 35 19

Marion Mielke
Telefon: 0 23 23 / 16 - 33 95