Löschen, bergen, retten

  • Großtanklöschfahrzeug vor der Feuerwache 1.
  • Einsatzleitwagen
    Ein Einsatzleitwagen.
  • Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
    Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug.
  • Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Sonderlöschmittel vor der Feuerwache
    Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Sonderlöschmittel vor der Feuerwache
  • Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
    Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
  • Mehrzweck-Rettungswagen vor der Feuerwache 1
    Mehrzweck-Rettungswagen vor der Feuerwache 1

Der ELW von der Firma TDS Invents aus Lüneburg ist ausgestattet mit Kommunikationsmitteln zur Führung taktischer Einheiten.
Das aktuelle Fahrzeug wurde Mitte 2006 in Dienst gestellt. Fahrgestell: Mercedes Benz Vito Kombi mit Automatikgetriebe und permanentem Allradantrieb
Typbezeichnung: ELW
Leistung: 110 KW
Gesamtgewicht: 2,94 t

Weitere Beladung und zusätzliche Besonderheiten der Feuerwehr Herne:

  • Der Fahrer und Beifahrersitz ist jeweils vollständig drehbar.
  • Ein Funk- und Arbeitstisch ist in der Fahrzeugmitte mit zwei festeingebauten Sitzen integriert.
  • Alle Zusatzbeladungen können durch die nach oben öffnende Heckklappe aus Aluboxen entnommen werden.
  • Als umluftunabhängige Atemschutzgeräte sind zwei Kreislaufgeräte Dräger BG4 mit Atemanschluss in einem Geräteraum vorhanden.
  • Für messtechnische Aufgaben wurde ein Polytector (Multigas-Warngerät mit den Messbereichen Sauerstoff, Kolendyoxid, Kohlenmonoxid und Exbereich) installiert.
  • Um auch in stark verrauchten Räumen möglichst schnell Verletzte zu finden oder den Brandherd aufzuspüren, ist auf dem Fahrzeug eine spezielle Wärmebildkamera.
  • Auf dem Fahrzeug steht ein spezielles Fernthermometer zur Verfügung. Damit ist es möglich, Oberflächentemperaturen aus der Entfernung zu messen.
  • Um bei Betroffenen den CO2 Anteil in der Atemluft messen zu können, ist hierfür ein Messgerät vorhanden.
  • Zusätzlich ist ein festeingebautes und ein tragbares Funkgerät als Ausfallebene im 70cm Betriebsfunkbereich vorhanden.
  • Für Gefahrguteinsätze steht ein Notebook mit Gefahrgutinformationen zur Verfügung.

In der Mannschaftskabine des HLF befinden sich drei Pressluft-Atmer und drei Kreislauf-Atemschutzgeräte. Die Löschwasserförderung erfolgt über eine Feuerlöschkreiselpumpe 16 / 8 (1.600 l bei 8 bar ) im Heck des Fahrzeugs. Durch den eingebauten Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 2.400 l ist eine schnelle Einsatzbereitschaft hergestellt. Als Besonderheit sind in dem HLF pneumatische Schwenktüren an der Mannschaftskabine eingebaut worden. So ist es dem Angriffstrupp mit seinen Gerätschaften möglich, auch in engen Straßen das Fahrzeug zu verlassen. Zum besseren Fahrverhalten und um sich während der Alarmfahrt auf den Straßenverkehr konzentrieren zu können, ist das Fahrzeug mit permanentem Allradbetrieb ausgerüstet, unterstützt durch ein Automatikgetriebe mit ADM (Atomatic Drive-Train).

Fahrzeugdaten:

Fahrgestell: Iveco Magirus Eurofire Tector
Typbezeichnung: HLF
Leistung: 202 KW
Pumpe: FP 16/8
Gesamtgewicht: 14,5 t

Weitere Beladung und zusätzliche Besonderheiten der Feuerwehr Herne:

  • Um eine schnelle Einsatzbereitschaft auch bei Eis und Schnee zu gewährleisten sind zuschaltbare Schleuderketten für die Hinterachse unter dem Fahrzeug eingebaut.
  • Als drittes, viertes und fünftes Löschmittel stehen ein 12-Kilogramm-Pulverlöscher, ein 6-Kilogramm-Kolendyoxidlöscher und ein Fettbrandlöscher zur Verfügung.
  • Für den schnellen Einsatz eines C-Rohres ist ein 50 m langer formstabiler Schlauch auf einer Haspel (spulenförmige Vorrichtung) im Fahrzeug eingebaut.
  • Zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern befindet sich eine Tauchpumpe 4 / 1 (400 l bei 1 bar) und eine Tauchpumpe 15 / 1 (1.500 l bei 1 bar) auf dem Fahrzeug.
  • Für technische Hilfeleistungseinsätze stehen ein 13-KVA-Aggregat, eine Trennschleifmaschine, eine Rettungssäge und ein Beleuchtungssatz zur Ausleuchtung der Einsatzstelle zur Verfügung.
  • Um auch in stark verrauchten Räumen möglichst schnell Verletzte zu finden oder den Brandherd aufzuspüren, ist auf dem Fahrzeug eine spezielle Wärmebildkamera.
  • Am Fahrzeugheck ist ein Beleuchtungsmast mit der Leistung von 2 x 1.000 Watt montiert.
  • Zur Sturmschadenbeseitigung kann man auf eine Motorkettensäge zurückgreifen.
  • Zur Rettung von Personen und bei einem Löschangriff in Höhe steht eine vierteilige Steckleiter zur Verfügung.
  • Die Schutzausrüstung wurde um Hitzeschutzbekleidung Form 3, Schutzhandschuhe gegen Kälte und Säure / Öl, drei Sicherungswesten mit 60 m Kernmantelseil und einen Wasserrettungsanzug erweitert.
  • Für technische Rettungs- und Hilfeleistungseinsätze stehen hydraulische und pneumatische Rettungsgeräte sowie eine Rettungssäge zur Verfügung.
  • Für messtechnische Aufgaben wurde ein Polytector (Multigas-Warngerät mit den Messbereichen Sauerstoff, Kolendyoxid, Kohlenmonoxid und Exbereich) installiert.
  • Zur Abdeckung von Einsatzspitzen im Rettungsdienst und zur Eigensicherung sind ein Notfallrucksack sowie ein Defilibrator vorhanden.

Der 3-Mann-Rettungskorb ist direkt an der Leiter befestigt. Personen können über ihn schnell und sicher gerettet werden. Für Verletzte, die auf einer Trage liegen, kann am Rettungskorb eine Halterung für eine Krankentrage montiert werden. Die Drehleiter wird aber auch für technische Einsätze angefordert. Am Rettungskorb wird dann z.B. ein Wasserwerfer (Wenderohr) befestigt – damit lässt sich dann der Brand direkt von außen bekämpfen. Natürlich nutzt auch der Angriffstrupp den Korb, indem er über die Drehleiter mit einem C-Rohr in das Gebäude eindringt.

Besonderheiten der Drehleiter der Berufsfeuerwehr Herne:

Durch modernste Bauweise hat die Drehleiter der Berufsfeuerwehr Herne sehr gute Fahreigenschaften und eine optimale Bedienbarkeit. Der tiefe Schwerpunkt des Fahrzeugs erleichtert die Anfahrt durch enge Hof-, Tor- und Hausdurchfahrten. Eine Besonderheit der Herner Drehleiter ist auch der Gelenkarm am oberen Teil der Leiter, der die Gesamtlänge des Fahrzeuges von 11 auf 10 m verkürzt. Außerdem lassen sich mit dem Gelenkarm schwer zugängliche Bereiche erreichen.

Fahrzeugdaten:
Fahrgestell: Iveco Magirus 150 E 28 mit Automatikgetriebe
Typbezeichnung: DLK 23-12 CS n.B. GL
Leistung: 202 KW

Weitere Ausstattung und zusätzliche Besonderheiten der Drehleiter:

  • zuschaltbare Schleuderketten für die Hinterachse bei Eis und Schnee
  • 3,50 Meter langer, um 75° abwinkelbarer Gelenkarm
  • 3-Mann-Rettungs- und Arbeitskorb, abnehmbar, mit 2 Multifunktionssäulen
  • für Wenderohr bzw. Krankentragehalterung
  • fest verlegte Rohrführung im obersten Leiterteil für Lösch- und Wenderohreinsatz
  • Xenon-Beleuchtungen am Leiterpark und am Rettungskorb
  • Elektrokettensäge und Astsäge zur Sturmschadenbeseitigung
  • Sprungretter (SP 16) mit einer Rettungshöhe von 16m für das Auffangen von frei fallenden Personen
  • zwei Kreislaufgeräte Dräger BG4 mit Atemanschluss in einem Geräteraum für den umluftunabhängigen Atemschutz
  • Sicherungsweste mit 60m Kernmantelseil und Abseilgerät zur Absturzsicherung
  • Hitzeschutz am Korb
  • motorbetriebener Überdrucklüfter für schnelle und wirksame Entrauchung

Weiterhin kann auf den eingebauten Schaummitteltank mit einem Fassungsvermögen von 500l zurückgegriffen werden. Die Löschmittel können variabel über Schlauchleitungen mit Strahlrohren oder über den eingebauten Dachmonitor eingesetzt werden. Der Dachmonitor ist über eine Bedieneinheit vom Dach oder aus der Fahrerkabine zu nutzen. Zum Schutz des Fahrzeuges gegen Wärmestrahlung ist eine wasserbetriebene Selbstschutzanlage eingebaut worden.

Fahrzeugdaten:
Fahrgestell: Iveco Magirus mit Automatikgetriebe
Typbezeichnung: GTLF
Leistung: 254 KW
Pumpe: FP 24/8
Gesamtgewicht: 17 t

Weitere Beladung und zusätzliche Besonderheiten der Feuerwehr Herne:

  • Um eine schnelle Einsatzbereitschaft auch bei Eis und Schnee zu gewährleisten sind zuschaltbare Schleuderketten für die Hinterachse unter dem Fahrzeug eingebaut.
  • Eine integrierte Dynawatt-Anlage (2000 W) gewährleistet eine schnelle Stromerzeugung durch den Fahrzeugeigenen Motor.
  • Für Einsätze unter hoher Temperatureinwirkung sind zwei Isotemp 5500 Hitzeschutzanzüge Form 3 auf dem Fahrzeug.
  • Zur Sturmschadenbeseitigung kann man auf eine Motorkettensäge zurückgreifen.
  • Aggregat für ein hydraulisches Schneid- und Spreizgerät
  • Für den schnellen Einsatz eines C-Rohres ist ein 50 m langer formstabiler Schlauch auf einer Haspel (spulenförmige Vorrichtung) im Fahrzeug eingebaut.
  • Heckwarneinrichtung zur Absicherung im fließenden Straßenverkehr.

Der Rettungswagen wurde neben den technischen Veränderungen zur Beförderung von stark übergewichtigen Personen mit der gleichen Ausstattung eines herkömmlichen Rettungswagens versehen und ist somit im Regelrettungsdienst als normaler RTW einsetzbar.

Hier können Sie einen M-RTW (PDF, 94 KB) anfordern.

Fahrgestell: IVECO (Industrial Vehicles Corporation)
Euro Cargo ML 100 E 18 mit 10 t zulässigem Gesamtgewicht
134 KW–Dieselmotor
luftgefederte Hinterachse
Automatikgetriebe
Ladebordwand 1,5 t
Fahrzeugaufbau: Firma GSF – Sonderfahrzeugbau in Twist

Durch die Ausstattung des Fahrzeugs mit einer speziellen Bodengruppe, die so genannte Airlinerschienen integriert, kann die Einrichtung des Patientenraumes kurzfristig auf die verschiedenen Einsatzerfordernisse umgerüstet werden.

Dadurch ist es möglich, mit diesem Fahrzeug die folgenden Einsatzsituationen abzudecken:

  • normaler RTW-Einsatz, Primäreinsatz (Standard-RTW-Ausrüstung).
  • Krankentransport von schwergewichtigen Notfall- und Nichtnotfall-Patienten ab 150 kg mit der eingebauten Schwerlastfahrtrage.
  • Transport mit einer speziellen Schwerlastkorbtrage auf einem hierfür konstruiertem Unterfahrgestell, z.B. Notfallrettung aus schwierigen Lagen (Umbau des Fahrzeugs ist erforderlich, Vorlaufzeit circa 20 Minuten).
  • RTW-Verlegungsfahrten, Sekundäreinsätze z.B. in andere Kliniken (Klimaanlage, größerer Sauerstoffvorrat, Druckluft, 230 Volt-Anlage).
  • Transporte von Patienten mit Rollstühlen (auch schwere Elektro-Rollstühle sind mit Gurtsystemen in den Airlinerschienen fixierbar).
  • Unterbringung von bis zu sieben leicht verletzten Patienten, z.B. bei einem Massenanfall von Verletzten und Erkrankten (es stehen neben den drei Begleiterstühlen vier weitere Stühle zur Verfügung, die bei Bedarf in den Airlinerschienen variabel fixiert werden können). Das Fahrzeug ist für maximal neun Personen einschließlich der Besatzung zugelassen.
  • Sammeltransport von bis zu sieben sitzenden Patienten, (z.B. bei Bombenentschärfung, Evakuierung bei Brandeinsätzen u. ä.).
  • Transport von Patienten in Krankenhausbetten ist mit Einschränkungen möglich. 1. Fixierung mit der o. g. Spezial-Hydraulikeinheit für die Korbtrage. 2. Ist die Hydraulikfixierung nicht möglich, kann das Krankenhausbett mit Gurtsystemen befestigt werden. Dann ist die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt, die Begleitung des Transportes durch ein Polizeifahrzeug ist erforderlich und es sind nur Transporte im Nahbereich möglich (von Einsatzstelle bis Zielort maximal 20 km).
  • Transport von Patienten unter Inanspruchnahme von besonderen medizinischen Geräten. Dies ist nur möglich, wenn das Krankenhaus die erforderlichen medizinischen Geräte und das Personal zur Versorgung des Patienten während des Transportes zur Verfügung stellt. Außerdem müssen die medizinischen Geräte fachgerecht im Fahrzeug fixiert werden können.
  • Transport von medizinischen Geräten für Kliniken, z.B. Beatmungsgeräte.

Der Rhein-Herne-Kanal ist eine 45,6 Kilometer lange künstliche Wasserstraße im Ruhrgebiet. Anhand von fünf Schleusen wird ein Höhenunterschied von rund 36 Metern überwunden. Auf Herner Stadtgebiet befinden sich drei Schleusen.

Für Einsätze auf dem Rhein-Herne-Kanal hält die Berufsfeuerwehr Herne drei Mehrzweckboote (MZB) vor.

2005 wurde ein Rettungsboot (RB) "Faster 555 RB" der Fa. Nordland Hansa GmbH angeschafft. Eingesetzt wird das Boot vom Einsatzpersonal der Feuerwache 2, welches nach Alarmierung mit dem auf einem Trailer befindlichen Boot zum Rhein-Herne-Kanal ausrückt. Da der Kanal durch die Schleusen auf Herner Stadtgebiet in drei Teile unterteilt ist (Unterwasser, Mittelwasser und Oberwasser), rücken die Einsatzkräfte auf Weisung der Leitstelle zu den drei verschiedenen Booteinsetzstellen aus. Unterstützt wird die Berufsfeuerwehr Herne durch die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehren Baukau und Sodingen, die ein weiteres Mehrzweckboot vorhalten. Die meisten Feuerwehrkräfte sind als Rettungsschwimmer ausgebildet und haben zum Teil die Qualifikation zum Bootsführer.

Der Abrollbehälter Sonderlöschmittel dient zum Transport verschiedener Sonderlöschmittel zum Einsatzort. Die Beladung des AB-Solö ist bei den einzelnen Feuerwehren sehr unterschiedlich. Die Bereitstellung der Löschmittel richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten der Gemeinden.

Auf dem Abrollbehälter sind zwei Schaummittelbehälter mit jeweils 800l alkoholbeständigem Schaummittel verlastet. Zusätzlich befinden sich 22 Behälter mit einem Fassungsvermögen von 60l auf Transportwagen.

Die Anlage Fire Dos (FD2500/6-APP-M) wird für die Förderung und Zumischung von Schaummittel verwendet. Es ist eine stufenlose Zumischung von 0,2 % bis 6% möglich. So kann für jede Einsatzsituation die jeweilige Schaumqualität erzeugt werden.

Schaummittelanschluss im Abrollbehälter Sonderlöschmittel

Das Schaummittel kann direkt aus den Schaummittelbehältern entnommen werden. Für diesen Zweck sind feste Schlauchleitungen im Abrollbehälter vorhanden an denen die Schläuche angeschlossen werden können.

Für Metallbrände ist ein fahrbarer Metallbrandpulverlöscher vorhanden. Zusätzlich befinden sich vier tragbare Metallbrandlöscher PM 12 in einem Geräteraum.

Das Löschmittel CO2 ist neben sechs normal üblichen tragbaren Feuerlöscher (K5) auch auf vier fahrbaren 30 kg Löschern vorhanden.