Meldung vom 01. Dezember 2017

„Schwer-in-Ordnung-Ausweis“

Die 14-jährige Hannah mit Down-Syndrom aus Pinneberg fühlte sich durch die Bezeichnung „schwerbehindert“ in ihrem Ausweis diskriminiert.

In einem Brief an das Magazin „Kids aktuell“, einem Kontakt- und Informationszentrum für Menschen mit Down-Syndrom und deren Angehörigen, äußerte sie ihren Unmut über die Bezeichnung „Schwerbehindertenausweis“. Stattdessen schlägt sie vor, diesen in einen „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ umzubenennen.

Nach der Veröffentlichung ihres Briefes im besagten Magazin und in den sozialen Medien erhält sie nun enormen Zuspruch aus der Öffentlichkeit. Es gibt bereits weitere Interessenten für den „Schwer-in- Ordnung-Ausweis“.

Die Hamburger Sozialsenatorin Melanie Leonhard reagierte positiv auf den von Hannah gemachten Vorschlag und sieht darin einen wertvollen Beitrag für die Inklusion.

Aus diesem Grund sollen künftig bei entsprechenden Anträgen beim Hamburger Versorgungsamt Begleitdokumente mit der Bezeichnung „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ zusätzlich zu den formalen Ausweispapieren ausgehändigt werden.