Meldung vom 12. Oktober 2017

A43-Brücke an der Rottbruchstraße: Umbau statt Neubau

Im Zuge des Ausbaus der Autobahn 43 auf Herner Stadtgebiet wird die Brücke, die an der Rottbruchstraße die Autobahn und Bahngleise überspannt, umgebaut.

Diese Entscheidung hat die Stadt Herne in Abstimmung mit dem zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW getroffen, der für den Autobahnausbau zuständig ist. Hätte an dieser Stelle eine neue Brücke errichtet werden müssen, wären für die Stadt für den Neubau Ablösezahlungen an das Land in Höhe von 2,8 Millionen Euro fällig geworden. Hintergrund hierfür sind rechtliche Vorgaben aus der Ablöseberechnungsverordnung (ABBV). Diese Zahlungen konnte die Stadt Herne durch das Engagement des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr vermeiden.

Im Zuge der Beteiligung der Stadt Herne am Planfeststellungsverfahren für den A43-Ausbau hatte die Verwaltung angeregt, die Brücke so umzubauen, dass sie trotz des Autobahnausbaus erhalten werden kann. Die nun gewählte Variante sieht vor, dass zwei der Autobahnerweiterung im Weg stehende Stützpfeiler der Spannbetonbrücke aus dem Jahr 1970 entfernt und durch eine M-förmige Trägerkonstruktion aus Stahl ersetzt werden, die nicht den Raum für den Autobahnausbau und die ebenfalls unter der Brücke verlaufende Bahntrasse beeinträchtigen. Eine Prüfung durch ein externes Ingenieurbüro hat ergeben, dass der vorgeschlagene Umbau der bestehenden Brücke statisch machbar ist.

Neben dem beträchtlichen finanziellen Vorteil für die Stadt Herne bietet die nun ausgewählte „Variante M“ weitere Vorteile. So dauert der Umbau weniger lang als ein Neubau und der Ausfall der wichtigen Ost-West-Querung der A43 ist entsprechend kürzer. Auch die laufenden Unterhaltungskosten, die von der Stadt getragen werden, reduzieren sich.

Die eigentlichen Kosten für den Umbau und dessen Planung werden vollständig von Straßen.NRW und somit vom Land NRW übernommen.