Meldung vom 02. Oktober 2017

Bildende Kunst und Tanzperformance vorne

Herbert 2017 ist entschieden. Die Classic-Jury und die Jugend-Jury entschieden sich jeweils für eine bildende Künstlerin, das Publikum war jedoch komplett anderer Meinung und votierte für eine Tanz-Performance eines weiblichen Duos.

Mit ihrem beeindruckenden Schwarz-Weiß-Gemälde „Der Asylant, der Punker, der Penner“ beeindruckte Annika Landowski die Classic-Jury. Lea Maria Kahls mehrteilige Arbeit bekam den Zuschlag der Jugend-Jury. Die Zuschauer entschieden sich in der Mehrheit für Laura Breuer und Jana Hennecke, die eine beeindruckende Tanz-Performance hinlegten. Weitere Plätze sehen Sie im Slider. Morgen folgt eine Serie von weiteren Fotos von den Gewinnern, den weiteren Plätzen und den Darbietungen.


Votum der CLASSIC-Jury

PLATZ 1 – Annika Landowski (1.200€ Förderpreis)
"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und tausend Worte ergeben ein Bild. Und daher geht der erste Platz der Preisjury an Annika Landowski.“ – Laudatio: Torsten Kropp, bildender Künstler & Jana-Lina Berkenbusch, Freie Grafikerin.

Platz 2 – Julia Meller (900 EuroFörderpreis)
„Die Werke besitzen eine klare Formsprache, die sich durch einen prägnanten grafischen Bildaufbau zeigt. Ein bewusster Bruch der Auswahl rundet die gelungene Präsentation und Hängung der Arbeiten ab. Die Künstlerin beweist ein gutes Auge bei ihren schwarz-weiß Fotografien. Der 2. Platz der Preisjury geht daher an Julia Meller.“ – Laudator: Jakob Terlau, Bereich Film, Foto, Musik, Rockbüro Herne, Lehrer

Platz 2 – Malte Murawski (900 Euro Förderpreis)
„Der zweite Preis der Classic-Jury geht an einen jungen Künstler, der mit Worten spielt, dem aber Taten wichtiger sind. Er wundert sich in seinen Texten über die Rücksichtslosigkeit seiner Mitfahrer in der U-Bahn und er sehnt sich in der Großstadt nach Vogelgezwitscher. Der zweite Preis geht an Malte Murawski.“ – Laudator: Frank Hörner, Regisseur Theater Kohlenpott


JUGENDJURY

Platz 1 – Lea Maria Kahl (1.200 Euro Fördersumme)
„Unsere diesjährige Gewinnerin ist eine Frau. Vielleicht ist sie sogar die erste Frau. Die Urfrau. „Orange ist the new Black“. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerin des ersten Preises der Jugendjury im Bereich Modedesign: Lea Maria Kahl.

Platz 2 – Tim Prokorny „Timbo“
„Platz 2 kommt aus der Kategorie Musik. Durch seine eigenen Kompositionen, durch das gute Zusammenspiel von Gesang und Gitarre und durch seine lockere Art konnte alle überzeugen. Zudem hat er den 6. HERBERT! souverän eröffnet: „TIMBO“ – Tim Prokorny.

Platz 3 – Murat-Kaan Alaca
„Auf den 3. Platz und damit auf dem Treppchen steht – ein Mann. Ein Mann, der Taktgefühl bewiesen hat, jedoch auch durch seine Bilder begeistert. Und das mit 25 Bildern pro Sekunde. Seine handwerkliche Präzision lies uns alle gebannt auf die Leinwand starren. Und zwar auf diese hier in den Flottmann-Hallen. Dritter Platz ist der Filmemacher Murat-Kaan Alaca.

Der Publikumspreis wurde verliehen an das Tanz-Duo Laura Breuer und Jana Henneke.


Und hier noch einmal die Namen der Jurys:
Preisjury: Ute Eickenbusch, Jana-Lina Berkenbusch, Torsten Kropp, Dirk Plötzke, Frank Hörner, Elin Saygun, Jakob Terlau, Claudia Stipp
Jugendjury: Robin Pospich, Merlin Mrotzeck, Johanna Rau, Stefan Bradler, Roxana Jahns, Vivien Lulkowski, Nadia Ihjeij, Zeynep Topal.


Zwei Tage, mehr als 800 Besucherinnen und Besucher, fast 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – schauten, stellten aus, standen auf den Bühnen und feierten in diesem Jahr den Herner Jugendkulturpreis HERBERT! In den Flottmann-Hallen Herne im Rahmen der Langen Nacht der Jugendkultur nachtfrequenz17.

Wieder zeigten junge Herner Künstlerinnen und Künstler (zwischen 14 und 23 Jahren), was für ein kreatives Potential in ihnen steckt. Es brodelte an diesen zwei Tagen: auf der Bühne im Foyer, in der Ausstellungshalle und vor den Hallen – open Air.

Musik, bildende Kunst, Feuerjonglage, Akrobatik, Tanz, Poetry – eine unglaubliche Vielfalt wurde dem Publikum aber auch den beiden Jurys gezeigt.

Und auch wenn das Motto ist: Jede und Jeder Teilnehmende ist ein HERBERT! Gewinner – die Jurys fällten ihre Wahl. Nicht einfach so, sondern viel diskutiert.