Meldung vom 08. Juni 2017

Jetzt auch in Gebärdensprache - Multimedia-Guide im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Aufschrift am Gebäude das Museums für Archäologie

Auch nicht hörende Menschen können jetzt selbständig auf den Spuren der Archäologen wandern und in die Geschichte Westfalens eintauchen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bietet im LWL-Museum für Archäologie in Herne einen Multimedia-Guide für Gehörlose an, der in Kooperation mit dem Forum Inklusion Herne entstand. Der digitale Museumsführer steht auf Tablet-Computern ab sofort allen Besuchern zur Verfügung.

In einer Pressemeldung des LWL-Museums heißt es:

Ein Film in Gebärdensprache begrüßt die Besucher des LWL-Museums für Archäologie und stellt das Angebot für Gehörlose vor. "Wir sind immer bemüht, unsere Ausstellungen und unser museumspädagogisches Angebot auf möglichst viele Zielgruppen auszurichten. Dies betrifft insbesondere Maßnahmen, die der Inklusion förderlich sind", erklärt Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock.

Führer funktioniert dann wie der digitale Museumsführer für Hörende

Das Tablet können die Besucher an der Kasse gegen ein Pfand, wie zum Beispiel den Personalausweis, ausleihen. Der Führer funktioniert dann wie der digitale Museumsführer für Hörende: Rote Symbole auf dem Fußboden und an den Ausstellungsstücken verweisen auf Nummern. Diese tippt der Besucher auf dem Tablet ein, woraufhin sich hier ein Fenster öffnet. Es folgt ein Video, in dem ein Moderator in Gebärdensprache die entsprechende Station erklärt. Gleichzeitig läuft die gleiche Tonspur wie in der Version für Hörende. Auf diese Weise kann der Multimedia-Guide von allen Besuchern uneingeschränkt verwendet werden.

Projekt mit dem Forum Inklusion Herne

Das Forum Inklusion Herne hat das Angebot für Gehörlose im Rahmen des Projekts "Inklusive Museen" sowohl angeregt als auch finanziell unterstützt. "Es war eine prima Zusammenarbeit", freut sich Dr. Michael Lagers, der Leiter der Museumspädagogik im LWL-Museum. "Das Ergebnis ist eine unterhaltsame Gebärdensprachtour durch unsere Dauerausstellung, die Hörende und Gehörlose gleichermaßen anspricht, wie erste Testläufe gezeigt haben."