Netzwerke & Veranstaltungen

Das Herner Bildungsnetzwerk umfasst alle Lebensbereiche und Bildungsorte. Es hat das Ziel das lebensbegleitende Lernen für alle Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen – sei es durch formale, non-formale oder informelle Bildung. Deshalb werden alle mit Bildung befassten Institutionen in das Bildungsnetzwerk einbezogen: Schulen, kommunale Bildungsakteurinnen und -akteure, Vertreterinnen und Vertreter aus Arbeit und Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Diese arbeiten gemeinschaftlich an der Verbesserung der Bildungsteilhabe und bringen ihr spezifisches Know-how ein. Das kommunale Bildungsbüro unterstützt durch seine Netzwerkarbeit und Veranstaltungen die Arbeit des Herner Bildungsnetzwerkes.

Netzwerke

Analog zu den Handlungsfeldern des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss“ wurden Facharbeitsgruppen gegründet, um mit den jeweiligen Akteurinnen und Akteuren auf operativer Ebene Prozesse im Übergang Schule-Beruf zu initiieren. Die Facharbeitsgruppen zu den Feldern „Berufs- und Studienorientierung“, „Übergangssystem“ und „Attraktivität der dualen Ausbildung“ tagen bedarfsorientiert und themenbezogen.

Für die Umsetzung des Landesvorhabens bedarf es eines guten Netzwerkes im Bereich Übergang Schule-Beruf. Daher existieren neben der kommunalen Organisationsstruktur zum Landesvorhaben zahlreiche weitere Netzwerke, in denen die Kommunale Koordinierungsstelle aktiv ist:

  1. Netzwerke zu Schulen, zum Beispiel Ganztag der Studien- und Berufswahlkoordinatoren/-innen, Arbeitskreis Förderschulen, Berufskollegs
  2. Netzwerke zum Thema Inklusion im Übergang Schule-Beruf, zum Beispiel Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Integrationsfachdienst für Bochum und Herne
  3. Netzwerke zum Thema Integration im Übergang Schule-Beruf, zum Beispiel Kommunales Integrationszentrum
  4. Netzwerke zum Thema Studienorientierung, zum Beispiel Akademische Bildungspotenziale
  5. Netzwerke mit der Arbeitsagentur, Jobcenter, Jugendberufsagentur, Trägern
  6. Interkommunale Netzwerke anderen Kommunaler Koordinierungsstellen zum Landesvorhaben
  7. Netzwerke der Wirtschaft, Kammern und Verbände, zum Beispiel Kooperation Schule-Wirtschaft, Dialog Schule-Wirtschaft
  8. Austausch auf Landesebene – MAGS, BZRG, MSB, GIB, Regionalagentur

Die Steuerung des Landesvorhabens wird im Handlungsfeld Kommunale Koordinierung durch die verschiedenen Vertreterinnen und Vertreter der Kommune, Schule, IHK, HWK sowie der Bundesagentur für Arbeit vorgenommen. Hierzu wurde in Herne ein Steuerungsgremium eingerichtet, das die erforderlichen Prozesse zur Implementierung eines verbindlichen Übergangssystems anstößt. Das Steuerungsgremium tagt derzeit zweimal im Jahr.

Der Lenkungskreis des regionalen Bildungsnetzwerkes Herne steuert und begleitet die Arbeit des kommunalen Bildungsbüros. In ihm sind unter anderem neben der Bezirksregierung Arnsberg und der unteren Schulaufsichtsbehörde Vertreterinnen und Vertreter aus Herner Schulen und der außerschulischen Bildungsarbeit vertreten. Neben der Vor- und Nachbereitung der jährlich stattfindenden Herne Bildungskonferenz entscheidet das Gremium über Aktivitäten und Maßnahmen des Herner Bildungsnetzwerkes.

Unter Leitung der Schulamtsdirektorin für die Herner Grundschulen trifft sich diese Gruppe mehrmals jährlich um den Bildungsübergang von der Kita in die Grundschule zu begleiten. Der Gruppe gehören neben den Trägervertreterinnen und -vertreter der Herner Kindertageseinrichtungen und der Grundschule das Bildungsbüro an. Die Steuergruppe hatte in der Vergangenheit den Auftrag zur Erstellung des Übergangsordners „Kinder stärken, Fachkräfte stärken, Eltern stärken“ erteilt. Aktuell verantwortet der Kreis die Evaluation der Arbeit mit dem Maßnahmepaket des Ordners.

Veranstaltungen

Immer am letzten Montag der Sommerferien lädt das Herner Bildungsnetzwerk durch das Bildungsbüro zu einem bildungsrelevanten Vortrag pädagogische Fachkräfte ein. Zum einen bieten sie Gelegenheit die Positionen bundesweit bekannter Expertinnen und Experten zu hören. Zum anderen waren sie schon mehrfach Anstoß für neue Aktivitäten des Herner Bildungsnetzwerks. Das Vortragsthema in 2017 lautete „Erziehungs- und Bildungspartnerschaften“.

Auf der jährlich stattfindenden Herner Bildungskonferenz treffen sich etwa 120 Herner Bildungsakteurinnen und -akteure um sich über die Bildungssituation zu informieren beziehungsweise Vorschläge zu entwickeln. Das Gremium basiert auf einem Kooperationsvertrag zwischen dem Schulministerium NRW und der Stadt Herne, in dem beide Partner ihre lokale Zusammenarbeit zur Verbesserung der Bildungssituation der Herner Kinder und Jugendlichen geregelt haben. In der Vergangenheit hat die Bildungskonferenz zum Beispiel ein später vom Rat der Stadt Herne verabschiedetes „Leitbild Bildung“ auf den Weg gebracht. Der in regelmäßigen Abständen erstellte Bildungsbericht wird hier vorgestellt und beraten. Die Herner Bildungskonferenz bringt die unterschiedlichsten Akteurinnen und Akteure regelmäßig zur Auseinandersetzung mit bildungspolitischen Fragen zusammen und fördert damit auch die Vernetzung in Herne.

An einem Nachmittag erhalten Lehrkräfte die Chance, viele Informationen über die abgegebenen beziehungsweise in Klasse 5 neu aufgenommen Schülerinnen und Schüler zu sammeln. Es werden Fragen geklärt wie „Was ist aus meiner Schülerin geworden?“ oder „Wie war mein Schüler in der Grundschule?“. Der Lehrer/-innensprechtag findet einmal im Jahr statt.

Im Rahmen des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss“ setzt die Kommunale Koordinierungsstelle gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern verschiedene, themen- und zielgruppenspezifische Veranstaltungen um, zum Besispiel eine Informationsveranstaltung für Lehrkräfte zum Thema KAoA – inklusiv, Aktionen im Rahmen der „Woche der Ausbildung“ der Arbeitsagentur, das Herner Speeddating mit der IHK, KHW, Arbeitsagentur und der Stabstelle „Bündnis für Arbeit“.